Fragen und Antworten

Die Hochgarage an der Hildegardstraße ist nicht mehr zeitgemäß. Eine Reduzierung des ohnehin sehr begrenzten Parkplatzangebots in der Innenstadt ist keine realistische Alternative. Die Innenstadt mit ihrer Vielfalt und ihrem urbanen Flair muss für alle erreichbar bleiben – auch für jene, die auf das Auto angewiesen sind. Die Altstadt kann viel Lebensqualität gewinnen, wenn sie vom Durchgangs- und Parksuchverkehr befreit wird. Die Tiefgarage direkt unter dem Thomas-Wimmer-Ring bietet damit die Chance, die Altstadt von großen Verkehrsmengen zu befreien.

Die Bedarfsanalyse der Landeshauptstadt München hat eindeutig ergeben, dass die Menge der Parkplätze, wie sie im bisherigen Parkhaus an der Hildegardstraße zur Verfügung steht, benötigt wird. Eine umfassende Standortuntersuchung des Planungsreferates ergab, dass der Thomas-Wimmer-Ring die besten Voraussetzungen für eine Tiefgarage bietet.

WÖHR + BAUER hat ebenso wie die Landeshauptstadt München selbst von Beginn an besonderen Wert darauf gelegt, die Bürgerinnen und Bürger umfassend und kontinuierlich zu informieren. So wurden Anwohnerinnen und Anwohner – in enger Abstimmung mit der Stadt München und dem Bezirksausschuss – seit dem erfolgreichen Zuschlag an die WÖHR + BAUER bei der europaweiten Ausschreibung im Jahr 2013 zu mehreren Informationsveranstaltungen eingeladen.

Am 21.10.2013 hat sich WÖHR + BAUER bei einer Informationsveranstaltung gemeinsam mit Stadtbaurätin Frau Prof. Dr.(I) Merk und Vertreterinnen und Vertretern der Stadt München als Gewinner des Vergabewettbewerbs präsentiert und über die Durchführung der Architektenwettbewerbe informiert.

Am 06.02.2014 präsentiert WÖHR + BAUER eine Woche lang im Planungsreferat die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs für TOM. Aufgabe des Wettbewerbs war es, neben der architektonischen Konzeption der Tiefgarage auch einen Entwurf für die Konzeption der Oberflächengestaltung zu entwickeln. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die Anforderungen an funktionale Wegeflächen für Fußgänger und Radfahrer sowie den Anliegerverkehr gelegt. Neben dem Realisierungswettbewerb für die durch den Bau der Tiefgarage betroffenen Flächen wurde im Ideenteil eine schlüssige Gestaltungskonzeption für das angrenzende Gebiet gefordert.

Am 25.02.2014 informiert WÖHR + BAUER bei einer gut besuchten Informationsveranstaltung im Hofbräuhaus über die Entscheidung der Jury des Architektenwettbewerbs. Unter den sieben Teams aus Landschaftsarchitekten und Architekten überzeugten Stefanie Jühling Landschaftsarchitektin/Stadtplanerin und Steidle Architekten die Jury mit einem schlüssigen Konzept, spannenden Materialien und innovativem Design.

Am 17.03.2015 wurden in der Ausstellung „Hildegardstraße – vom Parkhaus-Monolith zum Stadtplatz-Ensemble“ die Ergebnisse und Sieger des Wettbewerbs Hildegardstraße präsentiert. 2 ½ Wochen konnten die Bürger die Ausstellung besuchen. In jeweils einem eigenen Zimmer wurden die neun Konzept der Büros so umfassend dargelegt, wie auch das Preisgericht sie im März 2014 zu sehen bekommen hatte. Im Preisgericht hatte der mutige Entwurf des spanischen Büros Nieto Sobejano mit Mehrheit den 1. Preis erhalten. Da die Vertreter des Denkmalschutzes und der Heimatpflege in der Weiterbearbeitung von dem Entwurf nicht überzeugt werden konnten, entschied sich WÖHR + BAUER für den klassischen Entwurf des weiteren Preisträgers des Münchner Büros Hild und K.

Am 27.03.2015 lud WÖHR + BAUER gemeinsam mit dem Bezirksausschuss und der Stadtverwaltung zu einer Informationsveranstaltung in den Gemeindesaal St. Lukas, um über das Bauvorhaben TOM & HILDE zu informieren und Fragen aus den Bürgerversammlungen zu beantworten.

Von 18.03.2016 bis 06.04.2016 wurde die frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 des Baugesetzbuches zum Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans durchgeführt. Am Mittwoch den 06.04.2016 fand in diesem Verfahren zusätzlich eine öffentliche Erörterung über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung statt.

Am 08.02.2017 lud WÖHR + BAUER zu einer Informationsveranstaltung ins Hofbräuhaus, um über Baubeginn und -ablauf für TOM am Thomas-Wimmer-Ring zu informieren.

Fahrräder sind für vielerlei Zwecke einfach die sinnvollste Methode, um sich in der Innenstadt fortzubewegen. Zugleich verbessert ein hoher Radfahreranteil die Lebensqualität unserer Städte. Wir unterstützen die Ziele der Radlhauptstadt München mit einer Integration dieses Verkehrsmittels in die neue Tiefgarage. Ein Radl-Safe bietet Radfahrern die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge sicher und wetterfest zu verwahren. Falls etwas am Fahrrad defekt ist, bietet eine angeschlossene Radlwerkstatt schnelle Hilfe. Wer kein eigenes Rad dabei hat, kann sich ein Rad ausleihen oder ein Pedelec ausprobieren und an der E-Ladestation aufladen.

Auch an der Oberfläche wird auf die Bedürfnisse der Radler geachtet: Fahrräder, Fußgänger und Autos werden getrennt geführt, so entsteht zusätzliche Sicherheit für Radler. Radler müssen die Tiefgaragenein- und -ausfahrten nicht kreuzen, sondern passieren die Zufahrten dahinter auf dem Grünzug.

Um den Verkehrsfluss auf dem Thomas-Wimmer-Ring während der Bauphase der Tiefgarage so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, werden stets mindestens zwei Fahrspuren in jede Fahrtrichtung aufrechterhalten. Das Be- und Entladen der Lastwagen wird in der Regel auf dem Baufeld durchgeführt. Sollte es doch einmal zu Wartezeiten kommen, bitten wir um Verzeihung! Wir werden stets daran arbeiten, die Abläufe zu optimieren, um Beeinträchtigungen zu vermeiden.

Jede Baustelle bringt leider auch Schmutz und eine mal mehr, mal weniger ausgeprägte Geräuschkulisse mit sich. Am Thomas-Wimmer-Ring wird insbesondere die Errichtung der Bohrpfahlwand am Anfang der Bauphase zu einer Lärmbelästigung führen. Aber keine Angst, so geht es nicht weiter: Beeinträchtigungen durch Lärm und Staub werden durch die bereichsweise angewandte modifizierte Deckelbauweise reduziert. Bereichsweise werden unterstützende Maßnahmen ergriffen. Die Häuser am Thomas-Wimmer-Ring 11-17 erhalten eine Lärmschutzwand für die Dauer der provisorischen Verkehrsführung entlang der Westseite.

Ja. Im Januar 2014 ist die Preisgerichtsentscheidung für die Tiefgarage TOM gefallen. Der Entwurf von Stefanie Jühling Landschaftsarchitektin/Stadtplanerin und Steidle Architekten überzeugte Preisgericht und Verwaltung mit schlüssigem Konzept, spannenden Materialien und klarer Struktur. Besondere Anerkennung fanden die Zu- und Abfahrtsbauwerke nicht nur wegen ihrer Gestaltung, sondern vor allem auch wegen ihrer Lärmschutzfunktion. Landschaftsarchitektin Stefanie Jühling greift die charakteristische Situation am Knöbelblock gestalterisch auf. Die Senkrechtparkstreifen bleiben nach Abschluss der Baumaßnahmen erhalten, werden jedoch mit Baumblöcken aufgelockert, um einen Rhythmus aus Grünfläche und Platzsituation zu schaffen.

Die neue Tiefgarage wird insgesamt 520 Stellplätze bereit halten. Mehr als die Hälfte der Parkplätze können von Anliegern angemietet werden. Neben von der Stadt vorgegebenen 33 Anwohnerstellplätzen, sind von den 467 neu geschaffenen öffentlichen Stellplätze bis zu 233 Plätze zur Vermietung an Dauermieter freigegeben. 20 Stellplätze sind für die städtische Straßenreinigung reserviert.

Sobald die Tiefgarage unter dem Thomas-Wimmer-Ring fertiggestellt ist, kann das alte Parkhaus abgerissen werden. Wir gehen derzeit davon aus, dass dies frühestens im Jahr 2020 sein wird.

Wenn wir 2020 mit dem Bau der beiden Gebäude beginnen können, rechnen wir damit, dass wir die Eröffnung 2023 feiern können.

Nein. Die künftige Anzahl der Fahrspuren auf dem Thomas-Wimmer-Ring ist kein Gegenstand unseres Bauantrags. Fahrspuren im öffentlichen Straßenraum sind keine Vorhaben nach der Bayerischen Bauordnung – darüber bestimmt die Stadt. Hierzu stehen die entsprechend notwendigen Beschlüsse des Stadtrats noch aus.

Ja, die Flexibilität besteht in alle Zukunft. Der Bauantrag nimmt diese Entscheidung ebenso wenig vorweg wie der zur Satzung beschlossene vorhabenbezogene Bebauungsplan Nr. 2018. Auch wenn die Tiefgarage derzeit so geplant wird, wie vom Stadtrat im Bebauungsplan festgesetzt, die einen Korridor für sechs Fahrspuren freihält, bietet die von WÖHR + BAUER konzipierte Tiefgarage die Möglichkeit, dass Fahrspuren nach Bedarf festgelegt werden.

Das Kreisverwaltungsreferat der Landeshauptstadt München wird mit Baubeginn für die Tiefgarage eine verkehrsrechtliche Anordnung treffen, weil während der Bauzeit definitiv kein Bushalt am Thomas-Wimmer-Ring möglich sein wird. Nach derzeitigem Stand werden Bushalteplätze während der Bauzeit am Karl-Scharnagel-Ring halten. Wenn sich diese Situation bewährt, könnte sich in dieser neuen Lage eine Lösung etablieren. Jedenfalls steht fest, dass der zu behandelnde Bauantrag in diesem Punkt keine Festlegung trifft. Uns ist bekannt, dass auch der Bezirksausschuss eine Verlegung der Bus-Parkplätze an eine andere Stelle wünscht.

Entsprechend den Vorschlägen aus der Bürgerschaft und auch des Bezirksausschusses ist die oberirdische Querungsmöglichkeit an der Kanalstraße auch Gegenstand des Bebauungsplanverfahrens gewesen, deren Umsetzbarkeit wird derzeit von der Verwaltung geprüft. Im Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan heißt es: Ziffer I./A./1.2.: „Im Rahmen der Planung soll ein oberirdischer Fußgängerüberweg im räumlichen Zusammenhang mit den verkehrlichen Maßnahmen geprüft werden. Dazu zählt auch die oberirdische Querungsmöglichkeit für Radfahrerinnen und Radfahrer. Diese soll mit einer Lichtzeichenanlage an geeigneter Stelle zwischen Isartorplatz und Hildegardstraße ein zusätzliches Angebot darstellen. Die genaue Lage wird in dem gesonderten Beschluss vorgeschlagen werden.“

Während der Bauzeit für die Tiefgarage wird eine intelligent geschaltete Ampel unweit der Kanalstraße in Richtung Herrenstraße als Ersatz für die während der Bauzeit entfallende Unterführung eingerichtet. Ihre Schaltung wird mit den Knotenpunkten am Isartor und in der Maximilianstraße gekoppelt. So wird man nach Errichtung der Tiefgarage Erfahrungen haben, ob ggf. zusätzlich zur neuen Unterführung eine Ampel für Fußgänger und Radfahrer zur Querung des Altstadtrings an dieser Stelle bleibt – das kann dann der Stadtrat entscheiden, wie er es sich im Satzungsbeschluss vom 23.11.2016 vorbehalten hat.

Weil die Umsetzbarkeit der Überführung noch offen ist, ist die von WÖHR + BAUER zur Realisierung vorgesehene Unterführung aus unserer Sicht zwingend.

Der Bauantrag sieht die im Bebauungsplan festgesetzten und mit der Stadt vorbesprochenen Ersatzpflanzungen mit großwüchsigen Bäumen (Endwuchshöhe über 20 m) vor. Wir werden über 40 solcher Bäume pflanzen.

Auch nach der Eröffnung der Tiefgarage werden alle Immissions-Grenzwerte eingehalten. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens und der Vorbereitung des Bauantrags sind diese Fragen gutachtlich analysiert und bewertet worden. Der Satzungsbeschluss vom 23.11.2016 enthält in seiner Begründung Ziffer 5.17 die entsprechende zusammenfassende Feststellung:

„Die prognostizierten Benzol-, PM10- (= Feinstaub) und NO2-Immissionen unterschreiten (…) selbst bei konservativer Betrachtung die Grenzwerte nach der 39. BImSchV.“

Dies wird u. a. durch folgende Besonderheit erreicht: Die Abluft wird nicht wie üblich bei den Aufzugseinhausungen angeordnet, sondern gesondert und bewusst in der Mitte der Straßenachse, damit die Be- und Entlüftung in der Straßenflucht optimal funktioniert. Die Abluft mündet „zwischen den Kfz“ an die Oberfläche – das ist „am weitesten" von der Wohnbebauung entfernt.

Von Baubeginn an können sich Interessierte am Maxforum, in der Nähe der Hausnummer Thomas-Wimmer-Ring 7, in einem Info-Point über das Bauvorhaben und die Baustelle informieren. Dienstags zwischen 16 und 18 Uhr laden wir Bürgerinnen und Bürger zu einer Sprechstunde ein. Zusätzlich erreichen Sie das Team unter der Telefonnummer 089 9220900